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21.10.07 - Kellerbrand

Grosseinsatz: 16 Hausbewohner nach Brand ins Krankenhaus

Übach-Palenberg.

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Glückaufstraße in Übach-Palenberg mussten am Sonntagabend 14 Bewohner mit Rauchvergiftungen in die Krankenhäuser Bardenberg, Geilenkirchen und Stolberg sowie eine Mutter und ihr Säugling zum Klinikum nach Aachen gebracht werden.

 

29 weitere Hausbewohner wurden von mehreren Notärzten in Rettungswagen und im Feuerwehrgerätehaus Übach untersucht. Jugendliche hatten kurz nach 17 Uhr eine starke Rauchentwicklung an dem Haus bemerkt und die Leitstelle informiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte des alarmierten Löschzuges Übach und der Löschgruppe Boscheln hatte sich der Rauch bereits seinen Weg durch die Lftungsschchte und das Treppenhaus bis in die Wohnungen der obersten Etage des achtgeschossigen Hauses gebahnt.

 

An den Lüftungsschächten waren in der letzten Woche Arbeiten durchgeführt worden. Als erste Maßnahme schlossen die unter Atemschutz vorgehenden Feuerwehrleute die Sicherheitstüre zum Keller, damit sich der Qualm nicht noch weiter ausbreiten konnte.

 

Vorsorglich alarmiert

Parallel dazu wurden die Menschen aus ihren Wohnungen geholt, einige mussten über die Drehleiter von Balkonen gerettet werden, weil ihnen der starke Rauch den Rückweg über das Treppenhaus versperrte. Nachdem alle Bewohner das Haus verlassen hatten, löschte die Feuerwehr den Brand im Keller mit einem C-Rohr. Die vorsorglich alarmierte Drehleiter aus Herzogenrath kam nicht mehr zum Einsatz.

 

Der Brand forderte auch ein Großaufgebot an Rettungskräften. 45 Hausbewohner wurden durch Notärzte untersucht und vom Rettungspersonal versorgt. Für 16 Betroffene folgte später eine weitere Behandlung in verschiedenen Krankenhäusern.

Der aus Erkelenz angereiste Großraum-Rettungswagen und ein Bus der West hatte einen Teil der nicht verletzten Bewohner zum Feuerwehrgerätehaus nach Übach transportiert, wo sie bis zur Freigabe ihrer Wohnungen vorübergehend untergebracht waren. Die Feuerwehrleute setzten mehrere Überdrucklüfter ein, um das Haus rauchfrei zu blasen. Mit einer Wärmebildkamera wurde der Keller nach Glutnestern kontrolliert.

 

Erst gegen 21 Uhr rückten die letzten der insgesamt 44 Feuerwehrkräfte wieder ein, zu diesem Zeitpunkt waren auch die letzten Menschen wieder in ihre Wohnungen zurück gekehrt. Die Kriminalpolizei nahm noch am Sonntag die Ermittlungen nach der Brandursache auf.

 

Artikel und Fotos: Georg Schmitz, Geilenkirchener Zeitung vom 22.10.2007

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