|
Einsatzüberblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)
Am Nachmittag des Samstags setzte in weiten Teilen des Stadtgebiets Starkregen ein, der längere Zeit andauerte. Aufgrund der erheblichen Wassermassen kam es zu einer Vielzahl von wasserbedingten Einsätzen für die Feuerwehr der Stadt Übach-Palenberg. Nach derzeitigem Kenntnisstand waren etwa 40 Einsatzstellen abzuarbeiten.
Aus dem Löschzug 1 wurde zunächst die Löschgruppe Boscheln alarmiert. Im Stadtteil Boscheln standen mehrere Keller unter Wasser. Betroffen war hier insbesondere der Bereich Fidelisstraße. Kurz darauf wurde auch der Löschzug Übach alarmiert und der Leitstellenplatz in der Feuerwache mit festem Personal besetzt. Von dort aus wurde die Abarbeitung der Einsätze koordiniert. Die Wehrleitung verschaffte sich im gesamten Stadtgebiet einen Lageüberblick.
Im Stadtteil Übach waren vor allem die Conneallee und die Thornstraße massiv betroffen. Im Bereich der unmittelbar an die Ackerflächen angrenzenden Flächen waren immense Wassermassen in die Kellergeschosse eingebrochen. Die Straßen standen zum Teil einen halben Meter unter Wasser. Teilweise wurden Gehwege unterspült. Beide Straßen mussten mit Unterstützung des städtischen Bauhofs umgehend gesperrt werden. In der Conneallee konnte erst durch Bündelung mehrerer Einsatzmittel und unter Einsatz mehrerer Pumpen effektiv eingegriffen werden. Die vom Feld nachströmenden Wassermassen machten ein Eingreifen hier anfangs nicht möglich. Dank eines Landwirtes, der in der kritischen Phase etwa 10 Kubikmeter Wasser aufnehmen konnte, konnte die Lage hier stabil gehalten werden. Auch die Anwohner waren tatkräftig und dankenswerterweise im Einsatz. Die Einsatzstelle war etwa gegen 22:30 Uhr abgearbeitet.
In der Friedensstraße waren ebenfalls mehrere Einwohner betroffen. Die Wassermassen hatten den Bereich des Kindergartens in eine Seenlandschaft verwandelt. Glücklicherweise waren nur geringere Mengen Wasser eingedrungen. Durch Anlage eines Grabens konnte das nachströmende Wasser ab- und umgeleitet werden.
Brisant gestaltete sich die Lage währenddessen im Stadtteil Scherpenseel, insbesondere im Bereich der Heerlener Straße. Von dort aus gingen binnen kürzester Zeit etwa 20 Notrufe bei der Kreisleitstelle ein. Aus Richtung der Niederlanden hatte sich eine regelrechte Flutwelle ihren Weg gebahnt, wobei der Wasserstand Höhen von 50 cm und darüber erreichte. Aufgrund der Vielzahl von Einsatzstellen wurden die Einsatzkräfte im Rahmen überörtlicher Hilfeleistung durch Einheiten der Stadt Geilenkirchen verstärkt. Nach und nach konnte die Lage dort so unter Kontrolle gebracht werden. Die Feuerwehrkräfte waren auch hier bis in die späten Abendstunden eingesetzt.
Auch den Stadtteil Marienberg hatte das Unwetter betroffen. Hier waren nach den derzeitigen Informationen etwa drei Einsatzstellen abzuarbeiten.
Gegen 22 Uhr hatte sich die Lage weitgehend entspannt, da auch die Kanalisation wieder ausreichende Wassermengen aufnehmen konnte.
Eine große Fotoserie zu Einsätzen im Stadtgebiet und zur Lage in Scherpenseel sowie einen Pressebericht finden Sie [hier].
|