1946 bis 1949

1946-1947
Bereits im Januar wurde eine neue Motorspritze und im März ein ehemaliges Flugplatzinstandsetzungsfahrzeug beschafft. Schon im folgenden Jahr kamen das Löschgruppenfahrzeug und die neue Motorspritze in der Teverener Heide zum Einsatz. Die im ehemaligen Kampfgebiet der Eifel, besonders im Hürtgenwald, im Germeter- und im Vichter Gelände im Sommer wütenden Waldbrände, erforderten den Einsatz vieler Wehren des Aachener Bezirks. Hierzu gehörte auch die Übacher Wehr, die am 16., 22., 23., 28. und 30. August dort ihren beschwerlichen Dienst verrichtete. Einen gleich anstrengenden Einsatz verlangte das im April desselben Jahres wieder einmal im Unterdorf aufgetretene Hochwasser. Dabei musste zwei Tage lang in die Häuser eingedrungenes Wasser ausgepumpt werden.

1948
Die Wehr Übach feierte am 24. und 25. Juli 1948 das 50 jährige Bestehen (umständehalber ein Jahr später).

Zum Vorstand im Jubiläumsjahr gehörten:
Matthias Delahaye, Wehrführer; Heinrich Pöttgens, Oberbrandmeister und Löschzugführer, Wilhelm Brouwer, Brandmeister; Johann Schaffrath, Unterbrandmeister; Franz Fröschen, Schriftführer; Josef Wählen, Kassierer; Fritz Meergarten, Beisitzer.

Auf ihre 50 jährige Mitgliedschaft in der Wehr konnten Wilhelm Cremer, Josef Peters, Hermann Delahaye zurückblicken.

40 Jahre gehörten Leo Dreschers, Martin Dreschers, Peter Altdorf, Heinrich Mingers und 25 Jahre Peter Wienands dem Löschzug an. Der Ehrenabend fand am 24. Juli im Saal Crampen statt. Hierbei wirkten das Gemeindeorchester Übach-Palenberg, der Übacher Gesangverein und das Doppelquartett des Übacher Gesangvereins mit. Ansonsten stand das Fest noch im Zeichen der gerade überwundenen Nachkriegszeit.

1948 übernahm Heinrich Pöttgens die Leitung des Löschzuges.

1949
Ende des Jahres nahm die Kreisbahn die Busverbindung von Palenberg nach Baesweiler auf. Anfang 1950, nachdem die Kriegseinwirkungen auf den Straßen beseitigt waren, konnte die Omnibuslinie bis Geilenkirchen durchgeführt werden.
In diesem Jahr wurden 15 Übungen und fünf Versammlungen abgehalten. Drei Einsätze, davon zwei Brand- und ein Hochwassereinsatz waren zu verzeichnen.

1950 bis 1959

1950
Durch Teilnahme an drei Jubelfesten in Geilenkirchen, Gillrath und Gangelt trat die Wehr öffentlich in Erscheinung.

1951

Am 27. Mai fand erstmalig nach dem Kriege ein Kreisfeuerwehrverbandsfest sämtlicher Feuerwehren des Kreises in Frelenberg statt. Hierbei wurde eine Alarmübung abgehalten, an der auch die Übacher Wehr teilnahm.
An dem Gelingen des am 18. und 19. August stattgefundenen Kirchenbaufestes zum Wiederaufbau der katholischen Pfarrkirche in Übach hatte die Feuerwehr großen Anteil. Im Rahmen der in der Zeit vom 23. September bis 30. September stattgefundenen Fest- und Heimatwoche wurde am 23. September an einer Übung sämtlicher Wehren der Gemeinde in Marienberg mitgewirkt. Ebenfalls beteiligte man sich am 30. September an dem Festzug mit der alten Feuerwehrspritze.
Weiterhin wurde mit einem Wagen am Fastnachtszug teilgenommen, und man gestaltete wieder gemeinsam mit den "Vereinigten Übacher Vereinen" einen festlichen Martinszug mit abschließendem Feuerwerk.

1952
Neben sieben Einsätzen und acht Übungen war die Feuerwehr wieder maßgebend bei Veranstaltungen von örtlichem und überörtlichem Charakter beteiligt, und zwar bei der Grundsteinlegung der Pfarrkirche St. Dionysius, der Einweihung des Stadions Übachtal, der Abschlussveranstaltung des Olympiavorbereitungslehrganges im Freibad, dem Reitturnier auf dem Sportplatz in Palenberg, dem Motorsportfest auf dem Sportplatz in Palenberg, dem Richtfest der neuen Kirche in Übach. Ferner ist die erstmals am Rosenmontag durchgeführte Erstürmung des Rathauses erwähnenswert, die bei der Bevölkerung großen Anklang fand.

1953
Bei dem am 12. Juli in Randerath stattgefundenen Kreisfeuerwehrverbandsfest erhielten die Wehren der Gemeinde Übach-Palenberg den l. Preis für Ordnung und Haltung im Festzug. Dem Löschzug Übach gehörten 34 aktive Mitglieder und der Altersabteilung 6 Mitglieder an.

1954
Neben dem Waldbrand in der Teverener Heide berichtet die Chronik über einen Stallbrand, einen Autobrand und insgesamt zehn abgehaltene Übungen.

1956
Am 17. März fand eine sehr lehrreiche Besichtigung der Einrichtungen der Aachener Berufsfeuerwehr statt.

Die Wehr nahm u.a. an folgenden Veranstaltungen teil:

  • Primizfeier Pater Mauer,
  • Empfang der "Madonna von Fatima",
  • Martinszug und
  • Übernahme des Ordnungsdienstes beim großen Seifenkistenrennen.

1957
Neben drei Einsätzen und acht Übungen verzeichnet der Chronist zwei Versammlungen und sieben Vorstandsitzungen. Beim Kreisfeuerwehrverbandsfest in Kirchhoven errang Übach wieder einen l. Preis.

1958
Das wichtigste Ereignis dieses Jahres war das am 12./13. Juli in Übach stattgefundene Kreisfeuerwehrverbandsfest, verbunden mit der nachträglichen Feier des 60 jährigen Bestehens der Übacher Feuerwehr. Die Organisation des Festes und die gezeigten Übungen, unter Leitung des Wehrführers, Brandmeister Heinrich Pöttgens, fanden überall große Anerkennung. Bei der gleichen Gelegenheit konnte das Mitglied der Altersabteilung Hermann Delahaye, seine 60 jährige Mitgliedschaft feiern. Josef Tellmann, Johann Schaffrath und Fritz Meergarten feierten die 25 jährige Zugehörigkeit zur Wehr.
Ebenfalls konnte am 12. Juli das neue Feuerwehrfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug 16 (TLF 16), in Betrieb genommen werden. Das alte Löschfahrzeug 8 (LF 8), das zwölf Jahre zur Verfügung stand, wurde verschrottet. Am 26. Mai nahmen die Übacher Feuerwehrleute am 60 jährigen Jubiläum der Alsdorfer Feuerwehr teil und besuchten am 20. Juli das Kreisfeuerwehrverbandsfest des Kreises Aachen-Land in Merkstein.

1959
Dieses Jahr war wohl das einsatzreichste seit Bestehen der Wehr. Sie wurde zu 27 Einsätzen alarmiert. Infolge der überaus großen Trockenheit waren allein zehn Feldbrände zu verzeichnen. Daneben gab es in überwiegender Zahl Wald- und Bahndammbrände. Im gleichen Jahr fanden auch noch neun Übungen statt, und der Besuch des Jubiläums in Baesweiler stand noch auf dem Programm. Weiterhin wurde der Feuerschutz bei der Einweihung des Kalksandsteinwerkes in Scherpenseel und bei einer Rundfunkveranstaltung in der Festhalle übernommen.

1960 bis 1969

1960
Zur großen Freude konnte in diesem Jahr das neue Gerätehaus am Kirchberg bezogen werden. Weiter wurde eine neue, zwölf Meter hohe Anhängeleiter beschafft.

1961
Am 25. Juni stand der Besuch der Feuerwehrausstellung "Der rote Hahn" in Köln auf dem Programm. Am Buß- und Bettag fand eine Besichtigung des Flugplatzes Teveren statt. Hierbei wurde eine Löschübung an einem brennenden Flugzeug ausgeführt, an der sich auch eine Übacher Gruppe beteiligte.

1962
Paul Savoir trat als Löschzugführer die Nachfolge von Heinrich Pöttgens an. In diesem Jahr ertönte insgesamt fünfmal die Alarmsirene und rief zu verschiedenen Einsätzen. Außerdem wurde ein Ordnungsdienst beim Platzkonzert der Bundeswehr, beim St.-Martins-Zug des Kindergartens und der Schule gestellt.

1963
Das Jahr 1963 forderte von den Aktiven wieder erheblichen Einsatz, 16 mal heulte die Sirene. Hochwasser, Flächenbrand, Waldbrand, Kellerbrand, Verkehrsunfall, Feldbrand, Pkw-Brand u.a.m. galt es zu bekämpfen. Weiterhin fanden zehn Übungen statt, darunter am 25. September die Jahreshauptübung aller Wehren der Gemeinde in Frelenberg. Neben dem großen Einsatz beteiligte sich die Wehr auch an den Feierlichkeiten aus Anlass des Goldenen Priesterjubiläums des Pastors Pinner am 16. und 17. Februar.

1964
Wieder verzeichnet der Chronist ein Jahr vieler Einsätze. 21 mal wurden die Wehrleute alarmiert zu den verschiedensten Einsätzen innerhalb des Gemeindegebietes.

1965
Am 15. und 16. Januar beteiligte sich die Übacher Feuerwehr bei der Suche nach vermissten Kindern. Beim Großbrand bei der Baufirma Hillemacher, Grenzweg, wurde anschließend noch Brandwache gehalten. Der Mitgliederbestand Ende des Jahres wies 31 aktive Wehrleute und fünf Mitglieder der Altersabteilung auf.

1966
Vertreter der Wehr nahmen in diesem Jahr an fünf Dienstbesprechungen und drei Brandmeisterbesprechungen teil. Am 11. September wurde mit den Angehörigen - wie auch in den vergangenen Jahren üblich - ein Ausflug gestartet. Diesmal ging die Reise an den Rhein und ins Wiedbachtal.

1967
Ein großer Tag für Übach-Palenberg: die Landesregierung verleiht der Gemeinde Übach- Palenberg durch Beschluss vom 13. Juni 1967 die "Stadtrechte".

Auch in diesem Jahr betätigte sich der Löschzug Übach wiederum außerhalb des eigentlichen Aufgabenbereiches, jedoch im großen Interesse des örtlichen Lebens, und zwar

  • 02.07. beim Festzug anlässlich der 1100-Jahr-Feier Übach-Palenbergs,
  • 22.09. bei der Feier zur Stadtwerdung Übach-Palenbergs,
  • 08.10. beim Festzug der Übacher Vereine,
  • 29.10. beim großen Festzug der Karnevalsvereine des Grenzlandes und
  • 10.11. und 11.11. bei den Martinszügen des Kindergartens und der Volksschule.

Weiterhin berichtet die Chronik:
Am 17. September erhielt Hauptbrandmeister Delahaye das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. Oberbrandmeister Savoir, Brandmeister Ferdi Dreschers und Unterbrandmeister Leo Dreschers wurden mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.
Während der Feuerschutzwoche vom 17. bis 23. September wurde der Bevölkerung und besonders den Schulkindern Gelegenheit gegeben, das Gerätehaus und die Fahrzeuge zu besichtigen. 24 Wehrleute nahmen an einem Lehrgang in "Erster Hilfe" beim DRK teil.

1968

In diesem Jahr wurde die Wehr zu insgesamt 19 Einsätzen alarmiert. In der überwiegenden Zahl waren es Überschwemmungseinsätze in den Monaten Juli und August. Daneben waren verschiedene Waldbrände in der Teverener Heide und im Birgelener Wald zu bekämpfen.
Am 21. September wurde der in die Altersabteilung übergetretene Wehrleiter Hauptbrandmeister Matthias Delahaye offiziell verabschiedet. Gleichzeitig bekam Oberfeuerwehrmann Johann Hoven das goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgehändigt.
Am 23. November wurde die Hauptfeuerwache der Aachener Berufsfeuerwehr besichtigt.
Neuer Stadtbrandmeister wurde der bisherige Löschzugführer, Hauptbrandmeister Paul Savoir. Zum neuen Löschzugführer rückte Oberbrandmeister Ferdi Dreschers auf.

1969
Das bisher einsatzreichste Jahr 1959 sollte in diesem Jahr noch übertreffen werden. Es wurde zu insgesamt 30 Einsätzen gerufen, und zwar u.a.: Gaststättenbrand, Stallbrand, Autobrand, Hochwassereinsatz, Feldbrand, Flutwarnung, Hausbrand, Speisewagenbrand, Sturmschadeneinsatz, Kellerbrand, Werkstattbrand. Zusätzlich wurden noch zehn Übungen abgehalten, darunter die Jahreshauptübung sämtlicher Wehren der Stadt in Übach. Brandmeister Willi Oellers gehörte in diesem Jahr 40 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr an. Aus diesem Grunde fand am 5. Juli eine Jubilarehrung, verbunden mit einem Kameradschaftsabend, statt.

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