1990 bis 1997

1990

Der Löschzug "fuhr" in diesem Jahr 107 Einsätze.

Auf eine 50 jährige Feuerwehrzugehörigkeit konnten Kreisbrandmeister a.D. Paul Savoir, Stadtbrandmeister a.D. Ferdi Dreschers und Oberbrandmeister a.D. Leo Dreschers zurückblicken.

Die Kreisbrandmeister des Regierungsbezirkes Köln wählten den Hauptbrandmeister Manfred Savoir zum neuen stellvertretenden Bezirksbrandmeister am 31. Oktober in der Stadthalle Gummersbach.

Der Löschzug hatte Ende des Jahres 56 aktive Mitglieder, 12 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung.

 

1991

1991 wurde der Löschzug zu insgesamt 114 Einsätzen angefordert. Davon waren 9 x Fehlalarm, 17 x Sirenenalarm, 23 x stiller Alarm, 65 x Alarm über Meldeempfänger. Es fanden drei Vorstandssitzungen statt. Weitere wichtige Ereignisse waren: 

 

  • Der Florianstag, 
  • das Grillfest, 
  • der Kameradschaftsabend, 
  • das Kreisfeuerwehrverbandsfest.

Ende des Jahres hatte der Löschzug 50 aktive Mitglieder, 14 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung.

 

1992

Dieses Jahr war ein Jahr der Rekorde. 131 Einsätze waren zu verzeichnen, davon: 32 x Sirenenalarm, 21 x stiller Alarm, 78 x Alarm über Meldeempfänger.

Bei der Wehrversammlung im Feuerwehrhaus, am 3. April 1992, an der neben dem Löschzug Übach, alle Löschgruppen der Stadt teilnahmen, wurde Stadtdirektor Etzig als Chef der Feuerwehr verabschiedet. Stadtbrandmeister Bernd Beckers stallte in seiner Laudatio heraus, dass Josef Etzig in den vielen Jahren seines Wirkens als Stadtdirektor immer "ein offenes Ohr" für die Belange der Wehr gehabt und ihr stets nahe gestanden habe. Insbesondere "in punkto" Anschaffungen verdanke die Feuerwehr ihm viel. In Anerkennung seiner Verbundenheit wurde Stadtdirektor Josef Etzig mit der höchsten Auszeichnung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt, der goldenen Ehrennadel, ausgezeichnet.

Am 11.04. verstarb plötzlich und unerwartet der ehemalige Löschzugführer und Hauptbrandmeister a.D. Johannes Pasch.

Am 25.07. des Jahres überreichte Landrat Esser dem Unterbrandmeister a.D. Bernhard Weinkamp die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste im Feuerwehrwesen. Von 1970 bis 1989 hielt er als Fahrzeugwart die Feuerwehrwagen einsatzbereit und pflegte und wartete auch die Katastrophenschutzfahrzeuge des Bundes. Vor dem Rathaus empfingen die Übach-Palenberger Feuerwehrmänner ihren Kameraden Bernhard Weinkamp in Ehrenformation.

 

Die Jahreshauptversammlung fand am 11.01. statt. Weitere Ereignisse waren der Besuch verschiedener Feuerwehrbälle, Florianstag, Primizfeier Pater Pius, Umzug mit den Schützen, Sommergrillfest, Jubilarehrungen, Verabschiedungen im Feuerwehrhaus, Radtour der Frauen, Kreisfeuerwehrverbandsfest mit Delegiertentag in Teveren.

 

1993

Der Löschzug Übach wurde zu 95 Einsätzen alarmiert. Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Löschzuges Übach war der Beschluss des Rates der Stadt in seiner Sitzung am 09.03., zur Gründung einer Jugendfeuerwehr. Bereits am 11.02. hatte sich der Feuerschutzausschuss einstimmig für die Gründung ausgesprochen. Die Gründerversammlung wurde am 21.10. im Feuerwehrhaus an der Friedrich-Ebert-Strasse durchgeführt. Es lagen bereits zahlreiche Aufnahmegesuche von Mädchen und Jungen vor. 27 Mädchen und Jungen wurden durch den Stadtbrandmeister Bernd Beckers in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. 

Zum Stadtjugendfeuerwehrwart wurde Hauptbrandmeister Gottfried Mannheims und zu seinem Stellvertreter Brandmeister Thomas Philipps ernannt.

Zum Ausbildungsdienst in der Jugendfeuerwehr gehört sowohl die feuerwehrtechnische Ausbildung als auch die jugendpflegerische Betreuung, wie Sport, Spiel, Zeltlager, Umweltaktionen. Die Jugendfeuerwehren Nordrhein-Westfalens im Landesfeuerwehrverband NRW sind als Träger der freien Jugendhilfe nach § 9 des Gesetzes über die Jugendwohlfahrt öffentlich anerkannt.

 

1994

Am 09.01.1994 schied der Löschzugführer Hbm. Franz Josef Jäger aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst aus und wurde der Alters- und Ehrenabteilung überstellt. Als neuer Löschzugführer wurde sein Stellvertreter Obm. Manfred Havertz eingesetzt.

 

Es wurden drei Brandmeisterdienstbesprechungen, eine Jahreshauptversammlung für den ganzen Löschzug und eine Vorstandsversammlung durchgeführt. Im Mai feierte der Löschzug das Fest des heiligen Florians in der Pfarrkirche St. Dionysius Übach. Das schon mittlerweile traditionelle Grillfest führte man im August durch. Der Löschzug Übach besuchte mit einer Abordnung das Grillfest der Löschgruppe Boscheln, nahm am Kreisfeuerwehrverbandsfest in Wegberg-Morshofen und am Feuerwehrfest aus Anlass des 75 jährigen Bestehens der Löschgruppe Prummern teil. Insgesamt 37 Feuerwehrübungen aller Art wurden im laufenden Jahr durchgeführt. Im November kam es zur Bildung von drei Arbeitsausschüssen, die das 100 jährige Feuerwehrfest (im Jahre 1997) vorbereiten sollen. Insgesamt bewältigte man 81 Einsätze, einige werden hier kurz aufgezählt: Bis auf die Grundmauern brannte am 05.02. das Clubhaus des Hundesportvereins im Herbacher Wald nieder. Am 28.03. implodierte ein Fernsehgerät in einem Wohnhaus am Römerhof. Durch den Brand entstand ein hoher Sachschaden in allen Räumlichkeiten. Der Löschzug Übach wurde am 02.04. zu einem Dachstuhlbrand in die Bertramstraße gerufen. Der Brand entstand vermutlich durch einen überhitzten Kamin. Ein schwerer Lkw wollte am 10.05. im Baesweiler Weg wenden und rutschte dabei von der Fahrbahn in eine Wiese ab. Dabei wurde der Kraftstofftank beschädigt und der LKW konnte nicht mehr weiterfahren. Große Mengen Diesel liefen aus und versickerten ins Erdreich. Am 12.11. wurde der Löschzug in die Carolus-Magnus-Straße gerufen.

Hier brannte eine Imbissstube aus. Die Räumlichkeiten konnten nicht mehr genutzt werden Es entstand ein hoher Sachschaden. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am 12.11. auf der Landstraße 225 zwischen Marienberg und Scherpenseel. Ein VW-Golf prallte gegen einen Baum, der Fahrer wurde dabei eingeklemmt. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit "Schere und Spreitzer" befreit.

 

1995

In diesem Jahr wurden vier Brandmeisterdienstbesprechungen, eine Vorstandsversammlung und eine Jahreshauptversammlung durchgeführt Der Löschzug feierte sein traditionelle Floriansfest im Mai. Auch fand in diesem Monat das Grillfest statt. Im September besuchte man die Firma SpanSet und führte dort eine Übung durch. Hierbei wurde ein Pkw-Hebegeschirr eingesetzt. Insgesamt wurden in diesem Jahr 32 Übungen absolviert und zahlreiche Brandsicherheitswachen durchgeführt. Verschiedene Feuerwehrleute absolvierten Speziallehrgänge wie z.B.: gefährliche Stoffe und Güter, Sprechfunker-, Maschinistenlehrgänge und zwei Seminare in der Fortbildung im Bereich gefährliche Güter. Der Löschzug nahm am Kreisfeuerwehrverbandsfest in Birgden teil. Als erste Feuerwehrfrau aus dem Kreis Heinsberg absolvierte Frau Birgit Weidmann von der Löschgruppe Frelenberg einen Atemschutzgeräteträgerlehrgang in Übach mit Erfolg. Brandmeister Theo Lehnen jun. wurde am 01.12. zum kommissarischen Stellvertreter des Löschzugführers von Stadtbrandmeister Beckers eingesetzt. In diesem Jahr mussten 66 Einsätze bewältigt werden. Der Löschzug Übach wurde vom 26. bis 28.01 zu einer Hochwasserkatastrophe in die Niederlande gerufen. Es waren dort jeden Tag neun Feuerwehrleute aus Übach-Palenberg mit einem Löschfahrzeug eingesetzt. Bedingt durch starke Regenfälle drohten Dämme der Maas zu brechen. Einsatzort war die Gemeinde Süsteren. Am 30.01 musste der Löschzug Übach zu einem Pkw-Brand in die Boschstraße ausrücken. Es handelte sich um ein gestohlenes Fahrzeug welches ins Feld gefahren wurde und anschließend in Brand geriet. Zur technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der Poststraße wurde der Löschzug Übach am 08.05. gerufen. Am 11.07. brach in einem Kfz-Betrieb in der Borsigstraße ein Großbrand aus. Der komplette Gebäudekomplex brannte bis auf die Grundmauern nieder. Es entstand hoher Sachschaden. Die Feuerwehren des gesamten Stadtgebietes, ein Fahrzeug des Kreises Heinsberg (Schaummittelcontainer) und die Messeinheit von Dremmen waren im Einsatz. Am 03.08. wurde der Löschzug zu einem Gasalarm im Bereich des Rathausplatzes gerufen. Durch Bauarbeiten war hier ein Gasrohr undicht geworden. Zu einem Strohmietenbrand an der Merksteiner Straße musste der Löschzug Übach am 20.08. ausrücken. Eine große Strohmiete mit einem Ausmaß von 40 x 10 x 5 m brannte in voller Ausdehnung. Die Flammen waren bis zu 10 m hoch und die gegenüber liegenden Häuser waren gefährdet. In einem Blumengeschäft in der Kapellenstraße brach am 15.12. ein Feuer im Schaufenster aus. Hier brannten Ausstellungsgegenstände.

 

1996

Am 13.09. wurde der bisherige Stadtbrandmeister Bernd Beckers im Rahmen einer Anhörung der gesamten Feuerwehr in der Stadthalle für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Im laufenden Jahr wurden drei Brandmeisterdienstbesprechungen, eine Jahreshauptversammlung und eine Brandmeisterdienstbesprechung auf Stadtebene durchgeführt. Verschiedene Feuerwehrleute nahmen an Ausbildungsveranstaltungen auf Stadt-, Kreis- und Landesebene teil. Der Löschzug Übach nahm am Kreisfeuerwehrverbandsfest in Waldfeucht-Haaren teil. Auch in diesem Jahr feierte er wieder das Floriansfest, richtete ein Grillfest und einen Kameradschaftsabend aus.

Eine Gruppe nahm am Leistungsnachweis in Oberbruch teil. Es wurden insgesamt 25 Übungen im laufenden Jahr abgehalten. 97 mal musste der Löschzug Übach ausrücken, aber alle Einsätze wurden bewältigt 09.02. Maastrichter Straße Verkehrsunfall, eingeklemmte Person, ein Pkw stand seitlich neben einen Lichtmast und die Person musste mit Schere und Spreitzer befreit werden. 18.04. Brand in einer Lagerhalle auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Carolus Magnus an der Carlstraße. Im Einsatz waren ca. 70 Feuerwehrleute. Zusätzlich musste der Atemschutzcontainer des Kreises Heinsberg und die Messeinheit Dremmen angefordert werden. 15.07. Auf eine 50 jährige Mitgliedschaft im Löschzug Übach konnte Oberbrandmeister a.D. Leo Beckers, Brandmeister a.D. Franz Philipps sowie Brandmeister a.D. Hubert Rausch an diesem Tag zurückblicken. Während Leo Beckers den Löschzug in der Zeit von 1974 bis 1979 führte, war Franz Philipps langjähriger Chronist im Löschzug Übach und darüber hinaus viele Jahre Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes des Kreises Heinsberg. Hubert Rausch führte 25 Jahre lang die Kassengeschäfte des Löschzuges und war annähernd 25 Jahre Schatzmeister des Kreisfeuerwehrverbandes und somit auch in diesem Gremium für die Kassengeschäfte verantwortlich.

  • 16.07. In der Paul-Keller-Straße musste eine Tierrettung durchgeführt werden. Eine Katze war zwischen zwei Mauern eingeklemmt.
  • 29.09. An diesem Tag rückte der Löschzug Übach insgesamt zu 20 Einsätzen wegen starker Stürmböen aus, Bäume waren umgefallen und ein größeres Dach eines Industriebetriebes wurde weggeweht.
  • 09.10. Großeinsatz Freiheitstrasse In einem viergeschossigen Wohnhaus mit 12 Wohnungen in der Freiheitstrasse kam es infolge eines Kellerbrandes zu einem Großeinsatz. Beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge wurden gleichzeitig die Menschenrettung aus dem völlig verqualmten Treppenhaus des Wohnhauses und Löschmaßnahmen eingeleitet. Die Drehleiter der Löschgruppe Gellenkirchen musste zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen angefordert werden. Über 30 Personen rettete die Feuerwehr über die eingesetzten Drehleitern oder mit Brandfluchthauben. Durch die starke Rauchentwicklung hatten sich bereits mehrere Bewohner RauchverGIFtungen zugezogen. Diese wurden im Krankenhaus Geilenkirchen ärztlich behandelt. Der Einsatz dauerte über 5 Stunden. Mehrere Bewohner konnten nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Sie wurden durch das Ordnungsamt der Stadt vorübergehend anderweitig untergebracht. Die gesamte Feuerwehr der Stadt befand sich im Einsatz.
  • 17.12. In Ulm wurde die neue Drehleiter die, "DLK 23/12 CC", im Werk Magirus abgeholt.  

1997

Bis zur Drucklegung des Festbuches waren 25 Einsatze zu verzeichnen. Am 12.01. wurde im Foyer der Stadthalle eine Gründerversammlung zur Bildung eines Festausschusses durchgeführt, zu der alle inaktiven Mitglieder sowie Freunde und Gönner des Löschzuges eingeladen waren. Der Festausschuss hatte die Aufgabe, das Jubiläum auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. 

In den Vorstand wurde gewählt 

  • Schirmherr Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll 
  • 1. Vorsitzender Udo Berners 
  • 2. Vorsitzende Ruth Leichtfuß 
  • 1. Schriftführer Manfred Rosen 
  • 2. Schriftführer Peter Weinkamp 
  • Kassierer Theo Lehnen 
  • Beisitzer Manfred Havertz, Löschzugführer

Ein Ereignis besonderer Art war die Einweihung und Übergabe der neuen Drehleiter am 22.03. durch den Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll. Diese fand unter reger Beteiligung zahlreicher Würdenträger und Feuerwehrleute statt.

Die Einsegnung des Fahrzeuges nahmen Dechant Pater Leo Vieten von der katholischen Kirchengemeinde und Pfarrer Johannes de Kleine von der evangelischen Kirchengemeinde vor.

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